Martin Paßlack
Leiter Technik-Planung-Bau
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Für die Zukunft unserer Städte
Städte und Gemeinden stehen aktuell vor wichtigen Zukunftsfragen. Demographischer Wandel, Ökologie und Energieeffizienz sowie die kulturelle Vielfalt sind Herausforderungen für die kommenden Jahre. Es gilt die Wohngebiete der 50er, 60er und 70er Jahre für breite Teile der Bevölkerung zukunftsfähig zu gestalten, die Attraktivität von historischen Innenstädten zu sichern und Konzepte für ein gesamtgesellschaftliches Miteinander zu entwickeln.
Die Vielfalt der Aufgaben spiegelt sich auch in den eigenen Projektentwicklungsvorhaben der GEWOBA wider. Wir engagieren uns für die Revitalisierung von innenstadtnahen Standorten, setzen städtebauliche Maßstäbe in attraktiven Lagen am Wasser und entwickeln Folgenutzungen für frei gewordene Flächen im Stadtumbau.
Analysieren, planen und realisieren
Die GEWOBA entwickelt seit vielen Jahren Projekte für ihr eigenes Anlagevermögen. Dabei bündeln wir unsere Kompetenz aus allen Bereichen der Planung, des Bauens sowie unseres Kerngeschäfts für die Erschließung neuer Standorte und Flächen, den Bau von Wohn- und Sozialimmobilien sowie Gewerbeimmobilien.
Die Beschäftigung mit neuen Wohn- und Lebensformen - gemeinschaftliches Wohnen und Bauen mit Wohngruppen – ist eines unserer Zukunftsthemen. Ausgewählte aktuelle Projekte in Bremen und Bremerhaven geben Einblick in unsere ganzheitliche Philosophie der Quartiersentwicklung.
Der Architekten-Wettbewerb für das letzte freie Baufeld auf dem Stadtwerder in der Bremer Neustadt ist entschieden. Die GEWOBA als Gesellschafterin der PGS-Projektgesellschaft plant dort den Bau eines viergeschossigen Gebäudes mit Tiefgarage. Das architektonische Nutzungskonzept bietet lebendiges Miteinander aller Generationen. Neben 36 Wohnungen in verschiedenen Größen sind im Erdgeschoss des Hauses auch eine Kindertagesstätte sowie eine Wohngemeinschaft für ältere Menschen vorgesehen. Für die Wohngemeinschaft sind zehn Ein-Zimmer-Appartements mit Bad, ein Gemeinschaftsraum, eine geräumige Wohnküche für geselliges Kochen sowie eine große Außenterrasse geplant. Mit Rampen für Kinderwagen und Rollstühle sowie einem Aufzug ist das Haus komplett barrierefrei.
„Neue Wohnformen wie diese sind uns wichtig. Das Konzept der Pflege-Wohngemeinschaft hat sich bei der GEWOBA schon gut bewährt. Es bietet die Chance, trotz gesundheitlicher Probleme im Alter ein eigenständiges Leben zu führen“, betont der GEWOBA-Vorstandsvorsitzende Peter Stubbe. Und die KiTa hat mit zusätzlichen Spielflächen im Außenbereich viel Platz für die Betreuung von rund 20 Kindern auf dem Stadtwerder. Die Bauzeit soll anderthalb Jahre betragen.
Im Projekt „Hafenkante“ beteiligt sich die GEWOBA an der Entwicklung eines neuen Quartiers in der Bremer Überseestadt. Die Entwicklung erfolgt in einer Projektgesellschaft gemeinsam mit anderen Partnern. Mit dem Erwerb erster Flächen und dem Beginn der Erschließungsarbeiten wird nun nach jahrelanger Planung die Bebauung des Areals 2012 in Angriff genommen.
Auf einem 6.000 Quadratmeter großen Teilgrundstück zwischen dem geplanten Kommodore-Johnson-Boulevard und der Weserpromenade baut die GEWOBA fünf Mehrfamilienhäuser, davon eines mit Gewerbeflächen im Erdgeschoss.
An der Hafenkante willkommen heißt künftig das „Haus am Platz“, das aufgrund der dunkleren Fassade und der Mischnutzung eine Sonderstellung hat. Auf einem hinter dem Gebäude wasserseitig gelegenen Platz laden Flächen für die Außengastronomie, zum Spielen und Verweilen ein. Die vier reinen Wohnhäuser sind in Blockrandbebauung um einen grünen, privaten Innenhof gruppiert.
Großzügige Fensterflächen versprechen nicht nur einen ungehinderten Wasserblick aus allen Wohnungen, sondern auch lichtes Wohnen im Innenraum. Die Erdgeschosswohnungen verfügen über Gärten, die Bewohner der oberen Geschosse genießen den Weserblick von teils über Eck gehenden Loggien aus. Highlights sind die bis zu 130 Quadratmeter großen Penthouse-Wohnungen mit großzügigen Dachterrassen und Glasfronten zu allen Seiten.
Zusätzlich versprechen Tiefgaragen sowie die energiesparende und barrierefreie Bauweise der Mehrfamilienhäuser den Mietern hohen Wohnkomfort.
Die Revitalisierung des ehemaligen TÜV-Geländes steht für eine Projektentwicklung im innerstädtischen Bereich. Das vier Hektar große Gelände sollte revitalisiert werden sowie sinnvolle und stimmige Folgenutzungen aufweisen, um die Wohn- und Lebensqualität in der Östlichen Vorstadt zu steigern. In Partnerschaft mit der GWB hat die GEWOBA das Grundstück von der Stadt erworben sowie den Abbruch und die Neuerschließung des Areals durchgeführt.
Die für die innerstädtischen Lagen Bremens typische Mischung aus Wohnen und Arbeiten mit Dienstleistung und Gewerbe hat die Projektgesellschaft aufgegriffen und im Georg-Bitter-Quartier fortgeführt. Die Idee dazu wurde in der Ortspolitik geboren, die in der Frühphase der Entwicklung ein Workshop-Verfahren initiierte und entscheidende Impulse für das spätere Nutzungskonzept leistete.
Den Auftakt für die Wohnbebauung bildeten 2008 insgesamt 37 moderne Stadtwohnungen mit großen Fensterfronten und Balkonen oder Terrassen, die die GEWOBA an der Süd- und Westseite des Areals erstellte. Die viergeschossigen Neubauten mit den roten Klinkerfassaden bieten Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen in altersgerechter Bauweise. Sämtliche Wohnungen verfügen über einen Tiefgaragenstellplatz.
Zwei weitere Neubauten stellte die GEWOBA im Sommer 2011 an der Ecke Georg-Bitter-Straße/Hermine-Berthold-Straße fertig. Neben 18 Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen entstand im Erdgeschoss eine Sparkassenfiliale. Das Gebäude-Ensemble wurde 2012 mit dem Qualitätssiegel „Nachhaltiger Wohnungsbau“ des Vereins zur Förderung der Nachhaltigkeit im Wohnungsbau (NaWoh) ausgezeichnet.
Das Projekt ist ein Beispiel für die Philosophie der GEWOBA, ganzheitlich für ihre Quartiere und Bewohner Verantwortung wahrzunehmen. Das Unternehmen begreift sich als Partner der öffentlichen Hand, um gemeinsam mit sozialen Einrichtungen und Vereinen in der Quartiersentwicklung mitzuwirken.
Das FQZ soll dazu beitragen, als Treffpunkt und mit Angeboten die Lebenssituation der Bewohnerinnen und Bewohner in der Vahr zu verbessern. So werden Solidarität, Verständigung und Dialog der Nationalitäten und Generationen untereinander gefördert.
Das Quartierszentrum wurde im Mai 2010 offiziell eröffnet. Seitdem wird es von einem Trägerverein betrieben und genutzt. Es stehen ein Café und Medienraum sowie Räumlichkeiten für Beratung, eine Krabbelgruppe und Gruppentreffen zur Verfügung.
Das Projekt wurde im Wettbewerb „Soziale Stadt 2010” mit einem 1. Preis ausgezeichnet.