Stadtteil: Hemelingen

Ein Stadtteil mit vielen Facetten und eigener Biermarke 

Der Name Hemelingen entstammt vermutlich aus dem Norddeutschen und bedeutet so viel wie „Von Wasser umspültes Land“. Zum Stadtteil am östlichen Rand von Bremen gehören die Ortsteile Arbergen, Hastedt, Hemelingen, Mahndorf und Sebaldsbrück.

Über 20 Prozent des städtischen Bruttosozialprodukts wird im Stadtteil erwirtschaftet. Bis zum Aufkauf durch die Brauerei Beck & Co. war der Stadtteil Heimat der „Hemelinger Actien Brauerei“ mit seinem „Hemelinger Spezial Bier“. Heute wird das Produkt in der Bremer Neustadt hergestellt.

Einmal im Jahr präsentieren sich alle ortsansässigen Einzelhändler, Handwerker, Dienstleister, Vereine und Institutionen zur „Hemelinger Gewerbeschau“ auf dem über 800 Jahre alten Hof Stackkamp mitten im Ortsteil Hemelingen. Bereits in der 19. Generation betreibt Familie Eckart Höhne seinen landwirtschaftlichen Betrieb mit eigenem Hofladen.

Arbergen

Der Name des Ortsteils bedeutet „An den Bergen“. Die Berge – das war die Dünenkette am Rande des einstigen Urstromtales, in dem heute die Weser fließt. Einige der Berge sind auch heute noch zu finden. Zum Beispiel die Kirchdüne, der Mühlenberg und der Asendorfs Berg.

Die Anwohnerinnen und Anwohner pflegen den dörflichen und familiären Charakter des Ortsteils mit dem jährlichen „Arberger Dorfmarkt“, an dem sich ansässige Vereine, Verbände, Schulen und Kindergärten beteiligen. Ausgangspunkt des Festes ist der Dorfplatz. Hier steht auch das Wahrzeichen Arbergens: Eine Figurengruppe aus Bronze. Sie ist das Sinnbild des Spruches: „Der Krug geht so lang zum Brunnen, bis er bricht.“

Auch sportlich gibt es einiges zu erleben. Der „Turnverein Arbergen von 1893 e. V.“ bietet neben den klassischen Ballsportarten auch Yoga und Schach, sowie Tanz- und Aerobic-Kurse an. Rund ein Drittel der Ortsteilbewohner sind in dem Verein aktiv.

Beliebter Ausgangspunkt für Rad- und Wandertouren am Wochenende ist die Mühle in der Arberger Heerstraße. Von dort aus ist es nicht mehr weit bis ins Naturschutzgebiet Wesermarsch in Arbergen und Mahndorf.

Zum Einkaufen fahren die Arbergerinnen und Arberger in den Weserpark. Mit seinen zahlreichen Einzelhandelsgeschäften und Fachmärkten bietet er eine umfassende Auswahl. Natürlich ist auch das CineStar-Kino eine große Attraktion. Etwas gemütlicher geht es auf dem Wochenmarkt auf dem Arberger Dorfplatz zu. Hier findet man frisches Obst und Gemüse sowie allerlei Produkte aus kontrolliert-biologischem Anbau aus der Bremer Region.

Hastedt

Hastedt gehört zum Stadtteil Hemelingen am östlichen Rand von Bremen. Im 14. Jahrhundert Heresstede genannt und im 16. Jahrhundert im Krieg fast vollständig zerstört, wurde Hastedt 1803 bremisch. Die hier siedelnden Juden legten Ende des 18. Jahrhunderts einen Friedhof an, der bis heute der offizielle Bremer jüdische Friedhof mit rund 900 Grabsteinen ist.

Das Bild des Ortsteils besteht aus einer Mischung aus traditionellen Bremer Häusern, funktional ausgerichteten Häuserreihen und einem historischen Gewerbegebiet an der Pfalzburger Straße. Es entstand auf dem Gelände des ehemaligen Focke-Wulff-Werks in Hastedt. Letzter Zeitzeuge ist der Spitzbunker an der Pfalzburger Straße, der ebenso wie die Focke-Wulff-Siedlung an der Georg-Bitter-Straße Anfang der 1930er Jahre entstand.

Aufgrund eines Staatsvertrages mit dem damaligen Land Preußen wurde im Jahr 1906 das Weserwehr angelegt, um die Flussfahrt mit größeren Schiffen zu ermöglichen. 1993 ersetzte in Hastedt das heutige Weserwehr das alte, etwa 180 Meter, oberhalb liegende Wehr und staut zusammen mit zahlreichen weiteren Wehren das Wasser der Weser für die Schifffahrt auf. Auch das neue Wasserkraftwerk nutzt die Staustufe des Weserwehrs zur umweltfreundlichen Stromproduktion für circa 17.000 Haushalte. Dabei werden jährlich bis zu 35.500 Tonnen CO2-Ausstoß vermieden. Im Kraftwerk Hastedt gleich nebenan wird schon seit 1905 Strom produziert.

Modern und historisch zugleich zeigt sich der Ortsteil Hastedt. Die Einwohner genießen die Nähe zum Fluss sowie die kurzen Wege in alle Richtungen, vor allem in die City und zur Kunst- und Kulturszene im nahe gelegnen Ostertor- und Steintorviertel.

Zum Einkaufen geht man ins Hansa Carrée in der Malerstraße oder ins Steintorviertel. Erholung pur findet man an der Hastedter Wehrpromenade, vom Wehrschloss am Weserdeich bis zum Jakobsberg. Ein schöner Spaziergang, der gerne auch weiter über den Peterswerder zum Weserstadion oder über die Erdbeerbrücke auf den Stadtwerder bis zum Café Sand oder anderen Ausflugszielen führt.

Hemelingen

Neben einer Kaffeerösterei und einem Coca-Cola-Werk haben sich im Ortsteil Hemelingen diverse Zulieferbetriebe des in Sebaldsbrück ansässigen Mercedeswerks angesiedelt.

Die Hemelinger Bahnhofstraße erfährt als neues Ortsteilzentrum durch die Anlage des neuen Marktplatzes, durch Umwidmung alter Gebäude und durch die daran anschließende Wohnbebauung eine Wiederbelebung.

Ein Nebenzentrum mit Wochenmarkt und Einkaufszentrum entstand an der Schlengstraße auf dem Gelände eines früheren Bauernhofes. Dessen historische Gebäude konnten erhalten und liebevoll restauriert werden. Gleich nebenan haben sich zahlreiche Familien mit einem Eigenheim ihren Traum erfüllt.

Der angrenzende Schlengpark mit dem modernisierten Spielplatz wird von den Hemelingern für Spaziergänge, zum Joggen und zum Spielen genutzt.

Ihre Einkäufe erledigen die Hemelinger auf de Wochenmarkt an der Schlengstraße und im neu angesiedelten Fachmarktzentrum am Marktplatz, das ein großes Sortiment für den täglichen Bedarf anbietet.

Mahndorf

Mahndorf ist ein sehr grüner und idyllischer Ortsteil am äußersten Stadtrand von Bremen und zählt etwa 5.800 Einwohner. Hier geht es dörflich und überschaubar zu. Kleine Einfamilienhäuser und Weidekoppeln lassen vergessen, dass man eigentlich in einer Stadt wohnt.

1339 wurde „Mandorpe“ das erste Mal erwähnt. Seit 1939 gehört Mahndorf neben Arbergen und Hemelingen zur Stadt Bremen. Mehr als ein Drittel der Fläche wird landwirtschaftlich genutzt.

Die Bebauung besteht zum größten Teil aus Einfamilienhäusern mittleren und höheren Standards. Doch zu Mahndorf gehören auch ein Teil des „Gewerbegebietes Bremer Kreuz“ im Winkel zwischen der A1 und A27 sowie verschiedene Fabriken, wie das Werk des Tierfutterherstellers Vitakraft.

Frisches Obst und Gemüse, Wurst und Fleisch, Blumen und Pflanzen, Fisch, Geflügel und Käse kauft man im Nachbarortsteil Arbergen auf dem Wochenmarkt am Arberger Dorfplatz. Die Mahndorfer fahren auch gerne in den nahe gelegenen „Weserpark“. Mit seinen zahlreichen Einzelhandelsgeschäften und Fachmärkten bietet er eine große Auswahl. Gleichzeitig bietet der Weserpark ein vielfältiges Freizeitprogramm, vom Kino über Sauna und Wellness bis zum Spieleparadies für Groß und Klein.

Im Grünen zwischen Wiesen und Dünen versteckt liegt der „Mahndorfer See“. Er entstand im Zusammenhang mit dem Bau der Autobahn A1. Hier gibt es einen Nichtschwimmerbereich und drei große Liegewiesen, einen Badestrand sowie einen angrenzenden Campingplatz. Und am nahe gelegenen Mahndorfer Deich finden Spaziergänger, Radfahrer und Skater das ideale Revier für ausgedehnte Touren. Hier bietet sich auch ein toller Ausblick auf das Galopptrainingszentrum an der Mahndorfer Heerstraße. Auf fast 4,5 km Gras-, Sand-, und Reitbahnen werden junge Pferde für für den Galopprennsport trainiert.

Sebaldsbrück

Sebaldsbrück hieß ursprünglich Segelsbrügge, abgeleitet von einer Flurbezeichnung oder von einer Brücke und gehört seit 1921 zu Bremen. Ein Drittel der Fläche ist Gewerbe- gebiet, dominiert vom Hauptarbeitgeber des Ortsteils, dem Mercedes Benz-Werk. Heute präsentiert sich Sebaldsbrück als ruhiges Wohnviertel mit grünen Wohnsiedlungen in unmittelbarer Nähe zum Werk.

Die Galopprennbahn an der Ludwig-Roselius-Allee und das nebenan liegende Wilhelm-Busch-Quartier gehören zu Sebaldsbrück, werden aber offiziell als zur Vahr zugehörig geführt. Die Rennbahn wurde 1907 zum 50-jährigen Bestehen des Bremer-Reit-Clubs eingeweiht und gilt als wahres Schmuckstück unter den Rennorten in Deutschland.

Beliebtes Erholungs- und Freizeitziel neben der Galopprennbahn ist der Schlosspark mit dem Herrenhaus und dem Schlossparkbad. Das ehemalige adlige Gut von 1683 hatte diverse Eigentümer, bis es um 1928 Eigentum der Stadt Bremen und 1931 mit einer Eröffnungsfeier als Schlosspark eingeweiht wurde.

Jedes Jahr verwandelt sich der Park durch üppige Staudenbeete in ein blühendes, duftendes Farbenmeer, das während der jährlich stattfindenden Parkführungen oder beim Spaziergang bewundert werden kann. Zum Teil bis zu 150 Jahre alte Baumbestände beschatten das Gelände und das so genannte "Insektenhotel": einen Schaukasten, in dem mit Stroh, Schilfrohr oder Holz, Nistmöglichkeiten für die verschiedensten Insektenarten angeboten werden.

Das Schlossparkbad ist ein Badeparadies für die ganze Familie. Weitläufige Liegewiesen und Spielgeräte, ein Grillplatz und eine Crêperie laden zum Picknick, Sonnenbaden und Spielen ein. Zur festen Größe im Terminkalender sind inzwischen die jährlich im „Schlossi“ stattfindenden Poolparties oder die Familienzeltnächte geworden.

Einkaufen kann man seit Februar 2010 im neu errichteten Kaufland direkt am Ausgang des Hemelinger Tunnels und der Weg zum Wochenmarkt auf dem Marktplatz Hemelingen und zum Fachmarktzentrum in der Osenbrückstraße ist nicht weit.

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