23.11.2018

Großmodernisierung am Rembertiring

GEWOBA macht eigenes Bürohaus fit für die Zukunft

Wer den Bremer Bahnhof kennt, kennt auch das GEWOBA-Bürohochhaus schräg gegenüber am Fuße der Hochstraße am Rembertiring. Der 1970er-Jahre-Bau beherbergt die Arbeitsplätze von rund 280 Mitarbeitern des größten Wohnungsanbieters im Nordwesten. Nun ist das Gebäude eingerüstet und wird binnen zweieinhalb Jahren umfassend modernisiert – mit deutlichen Effekten für den Klimaschutz und die Arbeitsplatzqualität. In einer Achse mit dem Bundeswehr- und dem ehemaligen Siemens-Hochhaus gehörte der markante Bau als eines der ersten Hochhäuser zu Bremens kleiner City-Skyline. Unterteilt in drei verschieden hohe schlanke Quader ragt er mit seinen 14 Etagen bis über den Gehweg. Ein 43 Meter hoher Turm der Moderne mit einer Vorhangfassade aus Aluminium - architektonisch gut durchdacht und inklusive Stapel-Tiefgarage zukunftsweisend, innovativ und sehr raumnutzend. Seit 1966 waren einige Unternehmensbereiche der GEWOBA bereits an diesem Standort tätig, zunächst jedoch nur auf 700 Quadratmetern in dem fünfgeschossigen Gebäudeteil an der Ecke Rembertistraße. Mit der Fertigstellung des Hochhauses kamen 2.500 Quadratmeter Nutzfläche dazu, sodass alle Abteilungen unter einem Dach vereint werden konnten. Heute arbeiten im benachbarten Gebäudeteil die Mitarbeiter, die im täglichen Kundenkontakt stehen. In einer ersten Umbauphase von 2015 bis 2016 wurde dieser Bereich bereits energetisch saniert, im Inneren modernisiert und an aktuelle Bedürfnisse der Kunden und Mitarbeiter angepasst. So wurden Wege verkürzt, Barrieren abgebaut und Arbeitsbereiche für moderne Technik, EDV-Kabelstränge und gesundes Arbeiten ausgestattet.

Teil der bremischen Baugeschichte
Der Bremer Architekt und Mitbegründer der bremischen Architektenkammer Martin Zill (1907 - 1978) hat das Bürohochhaus konzipiert. An dieser Architektur, wie auch am Standort am Bremer Hauptbahnhof will das Unternehmen festhalten. „Wir schätzen die zentrale und für unsere Kunden gut erreichbare Lage  und werden unseren Beitrag zu einer Aufwertung des Rembertirings leisten. Der Baukörper ist gut durchdacht und hat viele Qualitätsaspekte, die bis heute Bestand haben. Dieses Potential werden wir nutzen und ihn fit für die Zukunft machen“, berichtet der Vorstandsvorsitzende Peter Stubbe über die Entscheidung gegen einen Neubau, über den auch diskutiert wurde. Und selbstverständlich haben wir auch die Kosten kalkuliert und verglichen.“  Natürlich bringt so eine Großsanierung Beeinträchtigungen mit sich – nicht zuletzt für die Verkehrsteilnehmer, die am Rembertiring verstärkt mit Staus rechnen müssen. „Das ist in dem Moment sicherlich nervig. Wir hoffen aber auf Verständnis. Schließlich bewahren wir hier die architektonische Vielfalt und bauliche Historie der Bremer Innenstadt.“

Moderner, größer und klimafreundlicher
Wenn 2020 alle Mitarbeiter wieder in das Bürohaus einziehen werden, sind seit dem Erstbezug über 50 Jahre vergangen. Ein halbes Jahrhundert, in dem sich vieles geändert hat: von den Anforderungen an zukunftsfähige Büroarbeitsplätze über Brandschutz, Gebäude- und Sicherheitstechnik bis hin zur energetischen Gebäudeausstattung. „Wir haben viele Jahre lang die Sanierung unseres Bürohauses hinten angestellt und stattdessen in unsere Wohnungsbestände investiert“, berichtet Projektleiterin Carmen Kulmann. „Aber in den letzten Jahren wurde klar, dass es so nicht mehr weitergeht. Inzwischen gibt es für manche technische Vorrichtungen keine Ersatzteile mehr und provisorische Reparaturen sind auch unter Sicherheitsaspekten nicht dauerhaft vertretbar.“ Langfristig ist die Energiebilanz laut Carmen Kulmann das wichtigste Argument für eine derart aufwändige Umbaumaßnahme. „Die Einsparpotenziale, die wir damit realisieren können, sind bemerkenswert.“ Dafür sorgen die neue Keramikfassade und Fenster mit Zwei-Scheiben-Isolierverglasung sowie eine energieeffiziente Heiz- und Lüftungsanlage. Insgesamt werden nach Abschluss der Arbeiten 68 Prozent weniger CO2 ausgestoßen, so die Prognose.

2015 hat die GEWOBA mit der Planung begonnen. Die Neugestaltung der Fassade wurde ausgeschrieben, das Architekturbüro SPRINGERARCHITEKTEN aus Berlin bekam den Auftrag. Sowohl energetisch als auch technisch wird das über 50 Jahre alte Gebäude innen und außen erneuert. Darüber hinaus erweitert die GEWOBA ihr Bürohochhaus um einen Anbau mit Büro- und Konferenzräumen. Im Jahr 2020 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Baukosten sind mit insgesamt 16,3 Millionen Euro geplant.

Erfahrung mit Großprojekten
Für die Kunden des Unternehmens, das rund 42.000 Mietwohnungen und Gewerbeobjekte bewirtschaftet, soll der Umbau möglichst nur sichtbar, aber nicht spürbar sein. „Wir haben uns entschieden, das Hochhaus für den Umbau zu verlassen und sind mit den hier ansässigen Abteilungen in Ausweichquartiere in der direkten Umgebung gezogen“, so Peter Stubbe. Die Bereiche mit dem meisten Kundenkontakt, allen voran die Vermietung und das Kundenzentrum als erste Anlaufstelle, arbeiten wie gewohnt im angrenzenden Gebäudeteil weiter. Auch der Vorstandsvorsitzende bleibt mit seinem Büro am Rembertiring, will direkt am Geschehen bleiben. „Ein Projekt dieser Größenordnung muss ganz eng begleitet werden, ein Planungsteam widmet sich ausschließlich dieser Aufgabe.“ Dieses Team hat auch die Umzüge der Angestellten organisiert. „Für unsere Mieter haben wir bereits zahllose Sanierungen begleitet – ob im bewohnten oder auch je nach Maßnahme im unbewohnten Zustand. Da sind wir gut eingespielt und funktionieren wie ein Uhrwerk“, weiß Umbaukoordinatorin Olga Wertz, die sogar die Anzahl der benötigten Umzugskartons oder der belegten Brötchen für die Umzugshelfer nennen kann. „Die Zahlen, die aber wirklich beeindrucken, sind die künftigen Verbrauchswerte und damit unser CO2-Abdruck, der sich um zwei Drittel verringern wird.“ Ein Effekt, den das Unternehmen jetzt auch auf den Schutzplanen, mit denen das Baugerüst eingekleidet ist, kommuniziert.

Christine Dose
GEWOBA-Pressesprecherin
Telefon: 0421 36 72-1 01
dose@gewoba.de
www.gewoba.de

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