„Bremer Punkt“ in Venedig

Architekturbiennale zeigt GEWOBA-Neubauprojekt

Sie gehört zu den wichtigsten internationalen Ausstellungen für Architektur: Die Biennale Architettura in Venedig. Bereits zum 17. Mal werden bedeutsame Bauprojekte in der italienischen Lagunenstadt ausgestellt und die Arbeit der Architekten gewürdigt. Unter dem Titel „How will we live together“ können Besucherinnen und Besucher vom 22. Mai bis 21. November insgesamt 146 Beiträge aus 46 Ländern in den Giardini und im Arsenale von Venedig besichtigen. Mit unter den ausgestellten Projekten ist der von der GEWOBA und den Berliner LIN Architekten konzipierte Bautyp „Bremer Punkt“. „Wir freuen uns sehr, den Bremer Punkt einer breiten Öffentlichkeit auf internationaler Ebene zu präsentieren“, sagt Peter Stubbe, Vorstandsvorsitzender der GEWOBA. „Nach der Auszeichnung mit dem Deutschen Architekturpreis und der Nominierung für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2018, ist die Teilnahme an der Architekturbiennale in Venedig eine große Ehre“, freut sich Corinna Bühring, GEWOBA-Architektin, die den Bautyp mitkonzipiert hat. Mit 25 weiteren Beiträgen wird der Bremer Punkt als Modell im Arsenale in der Kategorie „As New Households“ ausgestellt. Neben den Ausstellungen in den Länderpavillons geben die teilnehmenden Architektinnen und Architekten zusätzlich in Kurzvideos, sogenannten „Sneak Peeks“, Antworten auf die diesjährige Fragestellung und präsentieren ihre Beiträge.

Wie wollen wir zusammen leben?

Kuratiert wird die Biennale vom Architekten, Pädagogen und Wissenschaftler Hashim Sarkis. Im Fokus der Ausstellung steht die gesellschaftliche Rolle von Raum und Architektur vor dem Hintergrund von Klimawandel, Migration und gesellschaftlichem Wandel: Wie wollen wir zusammen leben? Wie soll zukünftiger Wohnungsbau aussehen, der die Anforderungen unterschiedlichster Generationen erfüllt, aber auch bezahlbar ist? Die GEWOBA hat sich mit diesen Herausforderungen bereits im Rahmen ihres Architekturwettbewerbs „ungewöhnlich wohnen“ auseinandergesetzt und unter anderen den „Bremer Punkt“ als seriellen Stadtbaustein entwickelt. 

Konzept Bremer Punkt: Bezahlbar, barrierefrei und klimafreundlich

Die Innovationen des Bremer Punktes werden in der Ausstellung mithilfe eines Modells verdeutlicht: Sei es die minimalinvasive quadratische Grundfläche, die eine punktuelle, behutsame bauliche Ergänzung in bestehenden Quartieren ermöglicht oder die modulare Grundrissgestaltung mit bis zu 22 Grundrisstypen, die ein hohes Maß an Individualisierung je nach Wohnungsbedarf und Standort erlaubt. „Mit dem Punkthaus haben wir einen zukunftsweisenden Weg gefunden, Neubau energieeffizient, generationengerecht und bezahlbar zu gestalten – ohne dabei den individuellen Bedarf vor Ort aus den Augen zu verlieren“, so Corinna Bühring. Auch ökologisch punktet der Neubau: Der überwiegend zum Einsatz kommende Baustoff Holz speichert CO2, ist ein nachwachsender und wieder verwertbarer Baustoff.

Sechs Bremer Punkte hat die GEWOBA bereits in der Neustadt und in Kattenturm realisiert. In 2021 ist der Baustart für vier weitere Gebäude in Schwachhausen und in der Gartenstadt-Vahr erfolgt. Von diesen bietet die GEWOBA aktuell wieder einen Bremer Punkt für Menschen an, die gemeinschaftlich nach dem Prinzip „Jeder für sich und doch gemeinsam“ leben und wohnen möchten. „Diese kurzen Projekterläuterungen zeigen, warum das Projekt als Beispiel für neue innovative Formate des Zusammenlebens und urbanen Wohnens ausgewählt wurde“, sagt Peter Stubbe. „Unsere Städte stehen vor Herausforderungen, auf die wir nicht nur architektonische, sondern auch gesellschaftliche Antworten erarbeiten müssen. Mit dem Bremer Punkt zeigt die GEWOBA exemplarisch, wie sie ihren Bestand mit kostengünstigem, qualitätsvollem und seriellem Wohnungsbau aufwertet. Wir freuen uns sehr, dass die Aufnahme des Bremer Punktes in die Architekturbiennale diese Qualitäten würdigt“, ergänzt Dr. Maike Schaefer, Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau.

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Architekturbiennale, die seit 2002 alle zwei Jahre abwechselnd mit der Kunstbiennale stattfindet, auf 2021 verschoben. Weitere Informationen zur 17. Architekturbiennale finden Sie hier: https://www.labiennale.org/en/architecture/2021

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