Zukunftsorientierte Wohnform nimmt Gestalt an: Bei einem feierlichen Auftakttermin würdigten gestern die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, Özlem Ünsal, meethouse-Vorstand Jürgen Schnier und GEWOBA-Vorstand Manfred Corbach den Start des mietgemeinschaftlichen Wohnprojekts in der östlichen Überseestadt. Bereits im Februar ist die Wohninitiative meethouse in die GEWOBA-Neubauten im Kaffeequartier eingezogen. Neben dem Wohnen und Leben in der Gemeinschaft geht es jetzt darum, sich als Gruppe mit sozialen, kulturellen und ökologischen Angeboten für eine aktive Nachbarschaft einzusetzen.
Bezahlbar, sozial und gemeinsam statt allein: die Wohnbedürfnisse verändern sich und mit ihnen die Nachfrage nach alternativen Wohnformen und entsprechenden Wohn- und Lebensräumen. Darum haben sich die Wohninitiative meethouse und das Wohnungsunternehmen GEWOBA zusammengeschlossen, um gemeinsam ein mietgemeinschaftliches Wohnprojekt zu verwirklichen. Nach sechsjähriger Planung konnte das Projekt erfolgreich umgesetzt werden. Seit Februar wohnen und leben Menschen im Alter von vier bis 74 Jahren auf einer kompletten Etage in den GEWOBA-Mehrfamilienhäusern im Kaffeequartier zusammen. Dafür hat die GEWOBA 15 Ein- bis Drei-Zimmer-Wohnungen im Neubau bereitgestellt – allesamt preisgebunden und barrierefrei. Eine Gemeinschaftswohnung mit Gästezimmer steht zusätzlich zur Verfügung.
Hinter dem Wohnkonzept steht die Idee, dass Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen, Herkünften, Nationalitäten und Aktivitäten in einer toleranten Gemeinschaft zusammen-leben. Jede Mietpartei hat eine eigene Wohnung, sodass die Bewohner*innen selbstbestimmt, aber nicht allein wohnen. Eine Besonderheit ist das Ziel, sich nicht nur für das Gemeinwohl in der Gruppe einzusetzen, sondern ergänzend mit vielfältigen Angeboten das Quartier mitzugestalten. Je nach Fähigkeiten und Fertigkeiten der künftigen Bewohner*innen können das Quartiersführungen sein, ein interkulturelles Erzählcafé, Naturschutzprojekte oder auch Spieletreffs. Die konkreten Angebote sind aktuell in der Planung.
Bausenatorin Özlem Ünsal würdigt das innovative Quartierskonzept und Engagement der Wohninitiative: „Bremen ist das Land der Quartiere. Dazu gehören auch alternative Wohnkonzepte wie meethouse, die Gemeinschaft, Nachbarschaft und Selbsthilfe vor Ort weiter stärken und Einsamkeit verhindern. All das ist bei diesem gemeinschaftlichen Wohnprojekt im Kaffeequartier gegeben. Als Aufsichtsratsvorsitzende der GEWOBA und Bausenatorin freue ich mich über diese besondere Kooperation für das Quartier.“
Für Jürgen Schnier, Vorstand von meethouse e. V. bedient die Wohninitiative ein Grundbedürfnis: „Neben dem Wunsch nach einer eigenen Wohnung ging es für uns um das Ziel, in einer lebendigen Gemeinschaft zu leben, sich auszutauschen und miteinander aktiv zu sein. Wir wollten ein Modell schaffen, in dem Nähe, Kommunikation und Eigenständigkeit in einem gesunden und verträglichen Rahmen stattfinden und gleichzeitig ein Beitrag im Quartier geleistet wird.“
„Mit meethouse unterstützen wir nicht nur ein alternatives Wohnprojekt, sondern auch eine Gruppe, die sich aktiv für die Quartiersarbeit einsetzen will. Für den noch jungen Ortsteil Überseestadt ist das ein weiterer wichtiger Baustein, um lebenswerte Wohnräume zu schaffen. Und das ist für uns von zentraler Bedeutung“, sagt GEWOBA-Vorstand Manfred Corbach.
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