Von der Gartenstadt zur Neuen Vahr
Am 9. Mai 1957 legte der damalige Bremer Bürgermeister Wilhelm Kaisen den Grundstein für die Neue Vahr. Während dort ein ganz neuer Stadtteil mit rund 10.000 Wohnungen entstand, zogen in der etwas älteren „kleinen Schwester“, der Gartenstadt Vahr, bereits die ersten Familien ein. Nur wenige Jahre später war es geschafft: Im August 1961 waren 9.147 Mietwohnungen und 769 Eigenheime in der Neuen Vahr fertiggestellt. Die Wohnungen galten damals als besonders modern: neu, hell und mit Heizungen und Balkonen ausgestattet. Für die damalige Zeit ein echtes Aushängeschild für modernes Wohnen in Bremen.
Ein Wahrzeichen entsteht
Wer an die Vahr denkt, hat vermutlich schnell ein Gebäude vor Augen: das Aalto-Hochhaus vom finnischen Architekten Alvar Aalto. Inzwischen steht das Aalto-Hochhaus unter Denkmalschutz, zählt zu den bedeutenden Bremer Bauten der Nachkriegszeit und ist längst zum Wahrzeichen der Vahr geworden.
Grün und gemeinschaftlich
Auch die großzügigen Grünflächen und Spazierwege gehören seit den Anfängen zum Stadtteil. Die Handschrift des Landschaftsarchitekten Karl-August Orf prägt die Garten- und Landschaftsgestaltung der Vahr bis heute. Ein weiterer wichtiger Ort für das Miteinander kam 1977 hinzu: Im Oktober öffnete das Bürgerzentrum Vahr an der Berliner Freiheit seine Türen. Mit seinen vielfältigen Angeboten ist es bis heute ein wichtiger Treffpunkt und das soziokulturelle Zentrum des Stadtteils.
Und die Geschichte geht weiter
65 Jahre Vahr sind nicht nur ein Grund, zurückzublicken. Denn der Stadtteil entwickelt sich weiter. Mit Neubauprojekten wie Tarzan & Jane und den Bremer Punkt-Häusern entsteht neuer Wohnraum, der die bestehenden Siedlungen aus den 50er- und 60er-Jahren ergänzt und auf heutige Wohnbedarfe eingeht.
Auch hat der Stadtteil seine eigene Quartiers-App, in der News, Termine und gepostet werden. Und das Vahr-TV bringt Nachrichten für den Stadtteil direkt aus dem TV Studio im Aalto Haus. So modern!
Happy Birthday, Vahr 💚