GEWOBA-Passivhaus überzeugt mit Energieeffizienz

Langzeitstudie belegt unterdurchschnittlichen Heizwärmebedarf

Energetische Gebäudestandards gewinnen zunehmend an Bedeutung. Bereits 2017 hat die GEWOBA daher in der Kissinger Straße im Bremer Stadtteil Findorff das erste GEWOBA-Passivhaus errichtet. Ziel des Prototyps, der im Rahmen des europäischen Netzwerks der Wohnungswirtschaft EURHONET European Housing Network entstand, war es, Neubauten zu entwickeln, die den künftigen Anforderungen des modernen Wohnungsbaus gerecht werden. Nun liegen die Ergebnisse der begleitenden Langzeitstudie vor. Fazit: Das Findorffer Passivhaus erweist sich als besonders energieeffizient.

Auf europäischer Ebene konzipiert, für Bremen angepasst: Das Passivhaus der GEWOBA wurde im Projekt „BuildTog“ als Prototyp für ein Mehrfamilienhaus mit höchstem energetischem Standard entwickelt und speziell an die norddeutschen Begebenheiten vor Ort angepasst. Um den realen Wärmeenergiebedarf des Gebäudes zu ermitteln, fand von Juni 2017 bis Mai 2023 eine Langzeitmessung statt. Insgesamt 1.476 Quadratmeter an beheizbarer Wohnfläche wurde in die Untersuchung einbezogen. Diese verteilen sich auf 16 Wohnungen mit Wohnungsgrößen zwischen 60 und 130 Quadratmetern.

Zentrales Ergebnis der Analyse

Das Passivhaus in Bremen-Findorff ist energieeffizienter als vergleichbare Passivhäuser. Mit einem Heizwärmebedarf von 6,7 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr lag der durchschnittliche Heizwärmebedarf im Untersuchungszeitraum unter den Standards für Passivhäuser von 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr. Eine Befragung der Bewohnerinnen und Bewohner hat zudem erheben, dass die Temperaturen innerhalb des Gebäudes trotz des geringen Verbrauchs ganzjährig als angenehmen empfunden werden.

Johann Christian Plagemann, verantwortlicher Projektleiter für das Passivhaus bei der GEWOBA freut sich über das positive Ergebnis: „Die Erfahrungen bei Planung und Bau dieses Projektes haben uns geholfen, kostengünstige Lösungen auch für die Energieeffizienz bei geförderten Wohnungen zu finden.“

Das Passivhaus-Prinzip

Passivhäuser entsprechen höchsten Standards beim energiesparenden Bauen. Mit 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr liegt der Heizwärmebedarf unter dem eines Niedrigenergiehauses (35 bis 70 pro kWh/a). Grund dafür sind eine hochwirksam gedämmte Gebäudehülle und die fast ausschließliche Wärmegewinnung durch passive Energiequellen wie die Sonneneinstrahlung und die Abwärme. Heizen ist nur in sehr geringem Umfang und je nach Außentemperaturen notwendig.

BuildTog: Wohnungsneubau im europäischen Kontext

Der Name „BuildTog“ steht für ein internationales Forschungsprojekt, das sich mit der Entwicklung von Neubauten befasst, die den künftigen Anforderungen des modernen Wohnungsbaus gerecht werden (BuildTog steht dabei für Building Together). Wichtige Faktoren sind die Energieeinsparung, das kosteneffiziente Bauen und die Verknüpfung mit intelligenten architektonischen Lösungen. Das Passivhaus in Bremen-Findorff ist eines von mehreren Forschungs- und Wohnungsbauvorhaben im Projekt.

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Christine Dose
GEWOBA-Pressesprecherin
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